Am Samstag, 7. Dezember 2024, fand in der neuapostolischen Kirche in Neubulach ein festliches Konzert statt. Unter dem Motto „Jesus, ich komme zu dir“ hatten die Verantwortlichen des gemischten Chors und des Orchesters ein abwechslungsreiches Programm
für die Advents- und Weihnachtszeit zusammengestellt.
Der Bezirksvorsteher des Bezirks Calw, Bezirkältester Matthias Sicha, begrüßte die Zuhörer und wünschte den Mitwirkenden viel Freude, die alle anstecken solle.
Das Programm gliederte sich in vier Abschnitte mit Musikstücken von gemischtem Chor und Orchester, die die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch die Advents- und Weihnachtszeit mitnahmen. Unter der Leitung von Birgit Rexer und Miriam Ott (Orchester) sowie Christoph Braun und Nico Rathfelder (Chor) wurden abwechselnd altbekannte und moderne Stück vorgetragen, wobei bei den neueren Liedern jeweils passende Bibelverse – vorgelesen zwischen den Strophen – die Aussage des Gesangs eindrücklich unterstrichen.
Moderator Stefan Schmid führte die Zuhörer durch das Konzert. Er beschrieb die im jeweiligen Abschnitt vorgetragenen Stücke und gab dazu noch wertvolle Gedanken und Hintergrundinformationen. So sagte er Folgendes zum Motto „Jesus, ich komme zu dir“: „Bei diesem Satz denken wir zuerst an das kleine Kind in Bethlehems Stall. Gottes Sohn kam als Menschenkind auf diese Welt. So erzählen wir es Jahrtausende später noch unseren Kindern und Enkeln. Wir wollen aber nicht an dieser Geschichte stehen bleiben. Auch heute ist Jesus in seiner Größe und Liebe erlebbar. Deshalb ist die Aussage „Jesus, ich komme zu dir“, ganz aktuell und zukunftsorientiert. Denn wenn wir Jesus finden und annehmen, wird er unser Leben begleiten und reicher machen. Jesus weist uns den Weg zu Gott.“
Das Programm begann mit dem Chorlied „Auf dem Weg zu Gott“ das als persönliche Einladung zu verstehen war, denn bei Gott ist für jeden einzelnen Platz. Danach folgten die beiden Orchesterstücke „Wie soll ich dich empfangen“ aus dem 17. Jahrhundert und aus der gleichen Epoche in einer neueren Vertonung „Maria durch ein Dornwald ging“. Im Text ist dieser Dornwald beschrieben, der seit sieben Jahren kein Laub getragen hat. Stefan Schmid sagte dazu: „Da wo wir Tod sehen, wir nichts mehr erwarten, kommt eine Knospe zum Blühen, wie damals, als das Kindlein durch den Wald getragen wurde. Totgeglaubtes zum Leben erwecken, das kann Jesus auch heute noch bewirken.“
Es folgte zweite Abschnitt mit den Vorträgen des Chors „Die Liebe bist du“, „Herbei oh ihr Gläub‘gen, und den Orchesterstücken„Drei Könige“ und „Hymne a la Nuit.“ In diesen Stücken wird die Schönheit der Nacht der Geburt Jesu beschrieben, seine unendliche Liebe besungen und alle werden dazu aufgerufen, ihn anzubeten und ihm das Herz zu schenken.
Nach der Lesung der Weihnachtsgeschichte ging es musikalisch mit dem Lied weiter: „Ich steh an deiner Krippen hier“, ein Lied, wiederum mit der Aussage, dass wir Gott alles geben! Im Text des Orchesterstück „Once in Royal David‘s City“ wird Jesus als Vorbild für die Kinder dargestellt. Den „Kanon in D“ von Pachelbel kann man als Sinnbild für das Auf und Ab des Lebens sehen, mit einem Ostinato, einer permanente Grundlage wie es der Glaube auch sein kann. Nach diesem eindrücklichen Vortrag des Orchesters sang der Chor das schön vertonte Lied zum Motto des Konzerts: „Jesus, ich komme zu dir“.
Der letzte Teil begann mit einem Jubellied „Tollite hostias“ oder auf deutsch „Herr, wir danken dir“. Das Orchester spielte danach eine „Canzonetta“ und daran anschließend trugen die Spieler zusammen mit zwei Tenören das Lied „Jesus, unser Retter naht“ vor. Der Text dieses Liedes verdeutlicht, dass nicht nur Adventszeit ist, weil ein Weihnachtfest bevorsteht, sondern dass immer Advent ist, weil wir als Christen immer auf das Kommen Jesu warten. Mit dem bekannten Lied „Oh, heilge Nacht“ konnte man nochmal in das Wunder von Jesu Geburt eintauchen..
Nachder Matthias Sicha in seinen Schlussworten den Sängern und Spielern gedankt hatte und mit allen betete, durften sich die Zuhörer auch noch aktiv beteiligen. Gemeinsam wurde zuerst das Lied „Herr, nun schenk uns deinen Frieden“ gesungen. Danach noch das bekannte Lied “Oh du fröhliche“. Der gemeinsame Gesang bildete einen wunderschönen Abschluss des Konzerts, das mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde, ein klarer Beweis für die Begeisterung und die Freude, die die Vorträge den Anwesenden bereitet hatte. Fast alle Teilnehmer und Besucher blieben noch bei einem reichhaltigen Imbiss zusammen und ließen den Konzertabend in freudiger Adventsstimmung ausklingen.