Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens besuchte Apostel Rheinberger am 08. September 2024 die Gemeinde Bad Liebenzell. Zu diesem Gottesdienst waren auch alle ehemalige Geschwister eingeladen und viele sind gekommen.
Dem Festgottesdienst legte der Apostel das Wort aus 2. Mose 13, Vers 21 zugrunde: Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.
Zu Beginn seiner Predigt ging Apostel Rheinberger auf das Chorlied „Gut, dass wir einander haben“ ein. Mose fühlte sich durch den Auftrag Gottes, das Volk Israel aus Ägypten zu führen, überfordert. Gott stellte ihm Aron zur Seite damit er diese Aufgabe nicht alleine erfüllen musste. In den letzten 100 Jahren zeigte Gott der Gemeinde seine Gegenwart in den Gottesdiensten, um jedem zu zeigen, dass er den Glaubensweg nicht alleine gehen muss.
Gott zeigte sich in seiner Führung nicht nur in der Wolken- und Feuersäule, sondern schenkte dem Volk die 10 Gebote. Sie sind bis heute Ausrichtung und Wegweiser. Als Beispiel nannte der Apostel das 3. Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen“. Der Tag soll nicht aus Tradition erlebt werden, sondern als Ruhetag zum Gedenken an die Auferstehung des Herrn. Die Gemeinde erhielt den Rat, das Leben um den Gottesdienst zu planen und nicht umgekehrt.
Was machen 100 Jahre Gemeinde aus? In der Nächstenliebe und dem Gebot Jesu dem anderen zu dienen. Der Umgang in der Gemeinde hilft auch anderen in der Gesellschaft. Gemeinde lebt davon, dass man dem Anderen zuhört und sich Zeit nimmt. Das Feuer im Dornbusch bei Mose war nicht groß. So waren es in den letzten 100 Jahren viele kleine Dinge die passiert sind. Sie haben aber alle ihren Wert und Segen.
Bezirksvorsteher Matthias Sicha wurde zu einem Wortbeitrag aufgerufen. Er führte aus, was die Israeliten auszeichnete. Sie folgten der Wolken- und Feuersäule und sie blieben zusammen. Sie waren froh, dass sie einander hatten. Eine Bausparkasse hat den Slogan: „Wir geben ihrer Zukunft ein Zuhause“. Die Zukunft gibt dir die Gemeinde.
Im Anschluss an den Gottesdienst richtete Bürgermeister Chiari und der evangelische Pfarrer Fernolendt ein Grußwort an die Versammelten. Bürgermeister Chiari brachte zum Ausdruck, dass die Neuapostolische Kirchengemeinde ein fester Bestandteil in Bad Liebenzell ist und einen wichtigen Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens darstellt.
Pfarrer Fernolendt wünschte der Gemeinde weiterhin Gottes Segen und hob hervor, dass wir miteinander eine gute ökumenische Nachbarschaft pflegen. Wir wollen diese schöne Beziehung in der Zukunft weiter vertiefen und ausbauen.
Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto vor der Kirche traf sich die Gemeinde dann zu einem gemeinsamen Mittagessen und Zusammensein im Monakamer Dorfzentrum. Hier bot sich die Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen und so manches Erleben aus der Vergangenheit wurde wieder wach.
Ein rundum schöner und segensreicher Tag mit der Erkenntnis: Meine Gemeinde gibt meiner Zukunft ein Zuhause.