Am Sonntag, 12. Januar 2025, besuchte Apostel Martin Rheinberger, Leiter des Apostelbereiches Karlsruhe, die Neuapostolische Gemeinde Neubulach. Dazu eingeladen waren die Geschwister aus den Gemeinden Bad Liebenzell und Oberreichenbach.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Johannes 1, Vers 18, in dem es heißt: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.“
Nachdem der gemischte Chor in dem Liedvortrag „Gott ist gegenwärtig“ die Aufforderung an die Anwesenden zum Ausdruck brachte: „ ... Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige ...“, fragte der Apostel, ob er jetzt wohl aufhören solle, zu predigen? Apostel Rheinberger gab auf diese Frage aber auch gleich eine Antwort: „Nein, das ist damit nicht gemeint. Eher, dass man erfühlen soll, was die Gemeinde braucht, dass man seine eigenen Gedanke ganz zurücknimmt und dem Heiligen Geist in sich Raum gibt, dass der alleine wirken kann.“ Wir sollen in unserem Leben den Mut haben zum Schweigen, weil wir alles Gott anvertrauen dürfen, Gott, der ohne Anfang und ohne Ende ist und alles in seiner Hand hat.
Der Apostel sprach dann über Mose, der Gott einmal sehen wollte. „Lass mich deine Herrlichkeit schauen, zeig mir, wer du bist.“ Der liebe Gott aber sagte zu Mose: „Wer mein Angesicht schaut, der wird sterben. Ich werde an dir vorbeigehen, solange du dich in einer Felsspalte versteckst, dann kannst du mir und meiner Herrlichkeit nachschauen.“
Wir können heute die Herrlichkeit Gottes wahrnehmen und wirklich erleben, allein dadurch, dass das Wort Mensch wurde und Jesus, der eingeborene Sohn Gottes, auf die Erde kam. Was zeichnet uns Christen denn aus? Dass sie an Jesus Christus glauben und durch ihn den lieben Gott sehen können. In Christus sehen wir die Gnade, die gar nichts mit irgendeiner Leistung zu tun hat, sondern nur unverdiente Liebe ist.
Gott ist vollkommen und gerecht, er schaut uns GANZ an, nicht nur das Offensichtliche. Wir haben Fehler, aber Gott schaut unser Herz und unsere Einstellung, unseren Glauben an. Wir müssen Vertrauen haben, dass Gott uns hilft, unser Ziel zu ereichen.
Nach einem Predigtbeitrag durch Bezirksevangelist Manfred Pfrommer spendete Apostel Rheinberger im Sakramentalteil des Gottesdienstes zwei Kleinkindern und einem, kurz vor der Konfirmation stehenden Jugendlichen, das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Der Apostel sprach wieder über das Jahresmotto 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“. Eltern, die ihre Kinder lieben, müsse man nicht sagen, dass sie Gutes tun sollen, die tun das eben aus Liebe. Der Apostel wies die Eltern darauf hin, dass es wichtig ist, mit ihren Kindern zu beten, ihnen den Glauben vorzuleben und das Vertrauen in Gott zu vermitteln.
„Durch die Heilige Versiegelung schenkt Gott dem Getauften die Gabe des Heiligen Geistes. Beide Sakramente [Heilige Wassertaufe und Heilige Versiegelung] gemeinsam bilden die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Durch sie erlangt der Mensch die Gotteskindschaft und ist berufen, bei der Wiederkunft Christi zur Schar der Erstlinge zu zählen“ (Katechismus der Neuapostolischen Kirche, Kapitel 8)