Apostel Jürgen Loy und Bischof Matthias Grauer, beide normalerweise im Apostelbereich Stuttgart tätig, besuchten am Samstag, 11. Oktober, die Gemeinde in Straubenhardt-Schwann. Dies war möglich, weil sie am nächsten Tag in Karlsruhe an dem europaweit ausgestrahlten Gottesdienst für Geistliche mit Stammapostel Jean-Luc Schneider teilnahmen.
Gleich zu Beginn seines Dienens hob der Apostel die stille Predigt der Gemeinde hervor. Nicht nur der am Altar steht, „macht“ die Predigt, sondern auch die Gemeinde mit ihren Gebeten und ihrem Lobpreis. Das Bibelwort für diesen Gottesdienst stand in Römer 1, 16: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“ Es beschreibt die Einstellung von Paulus, der Jesus öffentlich auf dem Marktplatz bekannte und dafür zum Teil belächelt und von manchen dafür sogar angefeindet wurde. Seine Sehnsucht war es, seinen Glaubensgeschwistern Mut zu machen und das Evangelium weiter zu verbreiten. Alle seine Sorgen in dieser Lebenssituation warf er auf den Herrn, und auch wir sind dazu eingeladen, mit unseren Sorgen, unserem Zweifel, aber auch mit unseren Freuden zu Gott zu gehen. Mit den Gaben, die in uns gelegt sind, können wir Gott dienen und er wird uns begleiten. Mit dem Lied „Der Heiland sorgt für dich“ unterstrichen die Sängerinnen und Sänger des Gemeindechors das Vertrauen in diese Zusage Gottes.
Bischof Grauer freute sich in seinem Mitdienen über sein ganz persönliches Erleben des Evangeliums in diesem Gottesdienst: Obwohl er niemanden kannte und man sich eigentlich fremd war, war man sich doch vertraut. Im weiteren Verlauf seines Dienens stellte er die Frage in den Raum, welchen Grund es denn geben könnte, sich für das zu schämen, was an Schönem und Kraftgebendem in einem wohnt.
Die stille Predigt der Gemeinde und die gesprochene Predigt des Apostels vereinten sich im gemeinsam gesprochenen Unser Vater und nach der Feier des heiligen Abendmahles und dem Schlusssegen waren die wenigen Augenblicke des Gottesdienstes vorbei. Bei einem kleinen Umtrunk nach dem Gottesdienst konnten die Anwesenden im Gespräch die wertvollen Gedanken vertiefen.