Die Antwort ist ganz einfach: In der Gemeinde Schwann fand am 14.06.2026 ein Gottesdienst für die Jugend des Bezirkes Calw statt, wozu auch die Gemeindemitglieder aus Schwann eingeladen waren. Schon vor längerer Zeit war die Idee geboren, nach einem Gottesdienst ein indonesisches Mittagessen anzubieten und die Gelegenheit war nahezu perfekt. Warum Indonesisch? Auch diese Antwort ist einfach: Ein früheres Mitglied aus unserer Gemeinde ist mit einer Frau aus Indonesien verheiratet und die beiden sind öfters in der alten Heimat Schwann zu Besuch. Sie ließen bei manchen Gelegenheiten die Gemeinde an indonesischen Köstlichkeiten teilhaben – und so entstand die Idee. Aus "man könnte mal" wurde ein "das machen wir, wenn die Jugend da ist"…
Die Kirche wurde im Vorfeld liebevoll geschmückt, damit alle sich willkommen fühlen konnten.
Den Gottesdienst hielt der Bezirksvorsteher Matthias Sicha und legte das Bibelwort aus Markus 9, Vers 24 dem Gottesdienst zugrunde (Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“).
Um den kompletten Zusammenhang dieses Bibelwortes zu verstehen, wurde die Geschichte in einer Bibellesung von Diakonin Tatjana Hofsäß erklärt.
Im Kerngedanken ging es um den Zweifel, der oft so sehr negativ bewertet wird. Der Bezirksvorsteher erläuterte, dass Glaube und Zweifel zusammengehören, es ist jeweils die andere Seite – wie bei einer Medaille. Der Zweifel sollte aber nicht der Endpunkt der Beziehung zu Jesus bedeuten. Im Gebet die Nähe Jesus zu suchen kann ein Weg aus dem Zweifel sein. Oft ist es hilfreich, sich mit einer Person des Vertrauens auszutauschen. Es ist keine Schwäche, sich und anderen einzugestehen, dass Zweifel an Gott, der Gemeinde, den Mitgeschwistern oder manchen Umständen kommen. Gott stellt uns keine unlösbaren Aufgaben. Wir können mit unserem kleinen Glauben an den großen Gott die Zweifel besiegen.
Diakon Nico Rathfelder bekräftigte in seinem Mitdienen, dass wer sich mit seinem Glauben beschäftigt, in Zweifel kommen kann. Tröstlich mag die Aussage eines früheren Stammapostels sein: Am Ende ist alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.
In froher Runde ließen sich viele Gottesdienstbesucher das leckere Mahl schmecken. Die übereinstimmende Meinung war wieder einmal: es ist schön, in einem Kreis zusammen zu kommen, in dem man Gott loben und preisen kann und einer dem anderen gerne dient. Unseren beiden „Gastarbeitern“ Manuel und Stella an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für ihren schönen Einsatz!