Eigentlich stimmt diese Rechnung nicht. Dass es aber doch auch richtig sein kann zeigt die Partnerschaft der Gemeinden Neustadt an der Weinstraße und Bad Liebenzell. 1 Gemeinde + 1 Gemeinde = 10 Jahre Freundschaft und Verbundenheit.
Beim Kirchentag 2014 der Neuapostolischen Kirche in München gab es die Aktion „Meine Gemeinde im Schuhkarton“ (siehe auch Bericht vom 24.08.2014 auf nak-calw.de ) . Seit diesen Tagen treffen sich die beiden Gemeinden jedes Jahr und über die Jahre ist unter den Geschwistern eine richtige Freundschaft entstanden. Grund genug, dieses einmalige Jubiläum gebührend zu feiern. Und weil die Liebenzeller in diesem Jahr auch noch ihr 100-jähriges Gemeindejubiläum begehen war klar, dass die Neustädter nach Liebenzell zum Feiern kommen.
Am 20. Juli war es soweit. Nach der staufreien Anreise der Gäste gab es erst einmal ein herzliches Wiedersehen im Dorfzentrum in Monakam. Schon in den ersten Augenblicken war die Freude aller Anwesenden spürbar, den Tag miteinander erleben zu können. Die Sonne strahlte um die Wette und so war gleich zu Beginn der Brunnen vor der Halle ein beliebter Treffpunkt des Tages.
Für das Mittagessen war die Jugend mit den Jugendbetreuern zuständig. Und wer glaubt, die Pfälzer mögen nur ihren Saumagen, der hat sich getäuscht. Allen haben die Maultaschen mit Kartoffelsalat sehr gut geschmeckt und sogar für einen Nachschlag war bei manchen noch Platz.
Die Kinder haben sich im Vorfeld Gedanken gemacht, wie sie die Geschwister an diesem Tag erfreuen könnten. Und zu Aller Überraschung gab es einen Film, den die Kinder zusammen mit ihren Betreuern erstellt haben. Die Schauspieler stellten Szenen aus der heiligen Schrift nach und alle Zuschauer mussten raten, um welche Geschichte es sich handelte.
Die beiden Vorsteher der Gemeinden waren danach gefragt, als es hieß. „Wer weiß denn sowas“? In Anlehnung an das gleichnamige Fernsehquizz mussten die beiden Teams Fragen aus unterschiedlichen Kategorien beantworten. Die Siegermannschaft erhielt eine Dose Bonbons. Diese ging gleich als Belohnung an die Kinder weiter.
Zu einem Jubiläum gehört auch eine Jubiläumstorte. Diese wurde von Klaus Blust aus Bad Liebenzell gestaltet und von den beiden Vorstehern angeschnitten und verteilt. Dass die Torte sehr lecker war zeigt, dass kein Stück mehr übrigblieb.
Die Neustädter brachten zum Jubiläum natürlich auch ein Gastgeschenk mit, das von Vorsteher Helmut Glass überreicht wurde. Neben einer Weinkiste voller Köstlichkeiten und Überraschungen überreichte der Neustädter Vorsteher seinem Amtskollegen aus Liebenzell ein handgemaltes Bild. Es stellt die beiden Gemeinden und ihre Verbundenheit in schönen Motiven dar und hat schon in der Kirche in Bad Liebenzell einen Ehrenplatz am Eingang bekommen.
Nach einem gemeinsam gesungenen Schlusslied gab es eine herzliche Verabschiedung und beendete so einen schönen Tag mit Freunden.
Nächstes Jahr wird es dann heißen: 1 + 1 = 11